Sommerzeit ist Reisezeit – Menschen unterwegs


 Barbara|  16. August 2018|  Keine Kommentare|   Lesedauer: 2.26 min.

Sommer heißt Reisen. Und Reisen bildet, wie Sie wissen, und führt zu neuen Erkenntnissen und vielseitigen Erfahrungen.

Mann nimmt sich am reich gedeckten Buffet etwas auf seinen TellerDer Wunsch, dass Gäste beim Frühstück und am Büffet im Hotel zurückhaltend, rücksichtsvoll und respektvoll sein sollten, ist gewiss nicht neu. Die Erkenntnis und die Erfahrung indes, dass dies nicht immer zutrifft, schon. Nicht selten sitzen Gäste in schlafanzugähnlicher Bekleidung, mit Kappe oder ersichtlich ohne jegliche Morgentoilette bei Tisch. Der Teller ist übervoll, die Sitzhaltung müde und träge, nicht selten mit Ellbogen und beiden Unterarmen auf dem Tisch; der Umgang mit Besteck und Serviette ungeübt. So überrascht mich immer wieder das geringe Bewusstsein für sich selbst und für ein angenehmes, wertschätzendes Miteinander.

Eine ältere Dame berichtete mir von einem Erlebnis im ehrwürdigen Adlon in Berlin. Sie stand am Büffet und beobachtete interessiert einen Mann mittleren Alters, der vor ihr die kleinen Sherrytomaten, die auf einer Platte lagen, nacheinander mit seinen Fingern nach ihrer Festigkeit prüfte. Die freundliche, jedoch auch kritische Frage der resoluten alten Dame, ob er denn nun all diese Tomaten essen wolle, rief verblüfftes Unverständnis bei dem Gast hervor. Er müsse doch durch das Bestasten der Frucht die richtige für sich auswählen können, erwiderte der Mann. Zudem äußerte er sich verwundert über den Mut der alten Dame, ihn so direkt anzusprechen.

Wollten Sie, verehrter Leser, die Tomaten noch essen, die durch die Finger einiger Gäste gingen?

Ich selbst erlebte, wie ein junger Gast herzhaft über den offenen Marmeladentiegeln nießen musste und sich dabei jedoch nicht abwandte. Zudem trug der die Kappe beim Frühstück, mit der ich ihn am Vorabend im Fitnessraum sah.

Vermutlich kann jeder von Ihnen von ähnlichen Erlebnissen und Erfahrungen berichten, von Situationen, die wir uns anders wünschen und die uns verwundern.

Zugleich will ich Sie ermuntern, denjenigen, denen das Feingefühl und die gute Kinderstube fehlt, freundlich und wertschätzend und zugleich mit dem nötigen Ernst um ein anderes, höfliches und rücksichtsvolles Verhalten zu bitten. Natürlich nur dann, wenn es Sie unmittelbar betrifft oder die Situation es erlaubt.

Seien Sie stets Vorbild und leben Sie den guten Umgang mit sich und den anderen vor. Ich bin überzeugt, dass es sich lohnt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen noch einen schönen Sommer und grüße herzlich

Ihre

Barbara Danowski


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